Wirtschaftsmotor Wald

Der Wald ist ein wichtiger Wirtschaftsmotor. Die Forst- und Holzwirtschaft ist wirtschafts- und gesellschaftspolitisch eine der wichtigsten Branchen im Freisaat Bayern.

Holz ist weltweit der bedeutendste nachwachsende Rohstoff. Seine Nutzung bietet eine einmalige Kombination ökologischer, ökonomischer und sozialer Vorteile. Durch die Verwendung von Holz wird das Treibhausgas CO2 aus der Atmosphäre gebunden sowie die Nutzung und Ferntransport fossiler, endlicher Rohstoffe vermieden. Holz hat hochwertige technische Eigenschaften und eine herausragende Ökobilanz. Durch die Verwendung des Rohstoffes Holz wird ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Die Verwendungsmöglichkeiten von Holz sind noch lange nicht ausgeschöpft. Neben den klassischen Holzerzeugnissen können durch innovative Techniken und Produktentwicklungen die Einsatzbereiche von Holz ständig erweitern werden.

Deutschlands Wälder besitzen einen größeren Vorrat an dem nachwachsenden Rohstoff Holz als jedes andere Land Europas. In Deutschland steht Bayern mit 1 Milliarde Kubikmeter einsam an der Spitze (Deutschland: 3,4 Mrd. Vfm). Das entspricht einem Drittel des bundesweiten Holzvorrates.

Die Verwendung von Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung in Bayern ist eine wichtige Basis eines vielfältigen Wirtschaftszweiges. Das Naturprodukt ist ein starker Motor für die wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung speziell im ländlichen Raum.

Das Cluster Forst und Holz spielt im Vergleich mit den anderen bayerischen Branchen in der ersten Liga. Mittlerweile hat der bayerische Forst- und Holzsektor Finnland beim Vergleich der Bruttowertschöpfungen in diesem Bereich übertroffen. Bayern kommt damit innerhalb Europas ein herausragender Stellenwert zu, denn Finnland ist nicht nur das flächenbezogen waldreichste Land Europas, sondern seine Volkswirtschaft hängt entscheidend vom Forst- und Holzsektor ab.

Im Jahr 2006 arbeiteten im Sektor Forst und Holz 4,1 % aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten Bayerns. Damit steht der Sektor im direkten Branchenvergleich auf Platz vier. Im Vergleich zu den verschiedenen Branchen des verarbeitenden Gewerbes stand der Sektor Forst und Holz im Jahr 2005 nach der Höhe des Umsatzes auf dem fünften Platz.