März 2008

20.03.2008

Pflanzenversorgung 2008 - zeitlich befristete Ersatzherkünfte

Bis einschließlich Juni 2009 werden für die Baumarten Buche (810), Weißtanne (827), Bergahorn (801) und Eiche (818) geeignete Ersatzherkünfte zusätzlich zu den derzeitigen Herkunftsempfehlungen für forstliches Vermehrungsgut zeitlich befristet benannt. Diese sind bis zum o. g. Zeitpunkt bei der forstlichen Förderung den bisherigen Herkunftsempfehlungen gleichgestellt.
Nähere Informationen erteilt die Geschäftsstelle oder Ihr zuständiges ALF.

20.03.2008

Förderung der Reparatur von Wegen nach den Orkanen "Kyrill" und "Emma" und der Borkenkäferbefallssituation

Durch die laufende kalamitätsbedingte Holzabfuhr (Orkan „Kyrill“ und Borkenkäfer 2007) sind z. T. massive Schäden an den Forstwegen im Privat- und Körperschaftswald aufgetreten. Weitere Schäden sind im Rahmen der Aufarbeitung der Zwangsanfälle infolge des Sturmtiefs „Emma“ vom 01./02. März 2008 und von Borkenkäferbefall im Jahr 2008 zu erwarten. Die aufgearbeiteten Hölzer müssen weiterhin schnellstmöglich abgefahren werden, um dem Borkenkäfer Brutraum zu entziehen und eine weitergehende Holzentwertung zu verhindern. Die Wege halten dieser Beanspruchung vielerorts nicht mehr stand und weisen nach der Holzabfuhr z. T. massivste Schäden auf. Staatsminister Josef Miller hat nun mit Zustimmung des Finanzministeriums eine Ausnahmegenehmigung für die Förderung der Reparatur von Wegen, die aufgrund übermäßiger Holzabfuhr beschädigt wurden erteilt.

Bei Vorliegen der Fördervoraussetzungen ist somit im Rahmen der Maßnahme Nr. 2.1.2 FORSTWEGR 2007 „Reparatur“ nunmehr eine Förderung von Wegereparaturen, die in Folge der Aufarbeitung und Abfuhr von Zwangsanfällen aus den Orkanen „Kyrill“ und „Emma“ sowie nach Borkenkäferbefall notwendig geworden sind möglich. Grundsätzlich dürfen nur schwer beschädigte Forstwege bzw. Wegeabschnitte gefördert werden, d. h. es muss der Verlust ausreichender Tragfähigkeit eingetreten sein (kein oder kein ausreichendes Tragschichtmaterial mehr im Wegekörper vorhanden) und die Tragschicht muss neu aufgebaut werden. Fahrbahnverdrückungen, die lediglich mittels „Grädereinsatz“ wieder beseitigt werden können, sind nicht förderfähig. Es muss mindestens Trag- und Deckschichtmaterial eingebaut und damit verbunden ein Maschineneinsatz (Bagger, Gräder, Walze) notwendig werden.

Die über die erteilte Ausnahmegenehmigung eingeräumte Fördermöglichkeit der beschriebenen Reparaturmaßnahmen ist auf das Jahr 2008 begrenzt, letzter möglicher Tag der Antragstellung ist der 31.12.2008.
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