August 2008

11.08.2008

Umsetzung von NavLog in Bayern

Die Klassifizierung der Forstwege im Privat- und Körperschaftswald Bayerns für NavLog läuft bereits seit Mitte Juli. Die Bayerische Forstverwaltung hatte einen Teil der zentralen Kosten bei der NavLog GmbH übernommen, damit das Projekt überhaupt zum Laufen kam. Aktuell führt sie die Wegeaufnahmen als Dienstleistung für die Waldbesitzer kostenfrei durch. Sie will damit für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Forstwirtschaft und damit für die Pflege der Wälder einen Beitrag leisten. Leider kann die Forstverwaltung den vollständigen Service nur den Waldbesitzern anbieten, die nicht über eigenes Personal verfügen. Doch auch Waldbesitzern mit eigenem Personal wird geholfen. Sie müssten zwar die in ihrem Besitz befindlichen Wege selbst nach der Befahrbarkeit klassifizieren. Doch wird ihnen dafür bei Bedarf das notwendige Kartenmaterial bereitgestellt und die Aufnahmen werden angeleitet. Außerdem lässt die Forstverwaltung die Digitalisierung der Karten in ihrem Gesamtauftrag mitlaufen, so dass dem Waldbesitzer auch dafür keine Kosten entstehen.

Die Resonanz bei Waldbesitzern mit eigenem Personal scheint bisher jedoch recht verhalten zu sein. Deshalb soll noch einmal auf folgendes hingewiesen werden:
  • Das NavLog-Projekt wird von einer Forst-Holz-eigenen GmbH ohne Gewinnerzielungsabsicht allein zur Verbesserung der Forst-Holz-Logistik durchgeführt. Eine andere Verwendung der Wegeinformationen mit Ausnahme der Feuerwehr, der Rettungsdienste und des Katastrophenschutzes bleibt ausgeschlossen.
  • Die Wegeinformationen als solche sind nahezu vollständig in den Amtlichen Vermessungsdaten frei zugänglich bereits vorhanden; hier geht es nur um die Ergänzung der Merkmale, die für das Befahren mit Holztransport-LKW maßgeblich sind (Kurvenradien, Brücken-Traglasten usw.). Der Aufwand dafür ist nicht sehr hoch.
  • Moderne Systeme zur Holzflusssteuerung und -logistik setzen künftig auf diese Befahrbarkeitsdaten, so dass ihre Erfassung über die Einsatzmöglichkeiten von solchen Systeme im eigenen Betrieb oder durch eine Forstbetriebsgemeinschaft in der Zukunft entscheidet.
  • Durch die selbst vorgenommene Erfassung der Daten hat der Waldbesitzer eine Steuermöglichkeit, indem er bestimmte Wege als Hauptabfuhrwege klassifiziert und andere Wege von der Navigation ausschließt. Über sie wird nur dann navigiert, wenn eben dort Holz zur Abfuhr bereit liegt.
  • Die Unterstützung der Forstverwaltung, insbesondere was die kostenfreie Digitalisierung der Wege angeht, kann nur in der laufenden Aufnahme zugesichert werden.
Sollte ein Waldbesitzer mit eigenem Personal sich trotz bereits abgelaufener Frist an dem Projekt beteiligen wollen, so ist das gegenwärtig noch möglich. Er sollte in diesem Falle mit dem NavLog-Beauftragten, der an jedem Amt für Landwirtschaft und Forsten (ALF) installiert ist, bald Kontakt aufnehmen und kann dort auch jederzeit noch weitergehende Informationen erhalten. Wie man den nächsten NavLog-Beauftragten erreicht, ist im Internet unter www.lwf.bayern.de/navlog zu finden, ansonsten kann man einfach beim nächstgelegenen ALF nachfragen.

11.08.2008

Förderung der insektizidfreien Bekämpfung rindenbrütender Insekten wird fortgesetzt

Das Bayerische Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten informiert, dass die insektizidfreie Bekämpfung rindenbrütender Insekten außerhalb des Schutzwaldes bis zum 10. Oktober 2008 verlängert wurde.

Damit kommt Staatsminister Josef Miller einer Forderung des Bayerischen Waldbesitzerverbandes nach, die Förderung in der borkenkäferintensiven Zeit fortzusetzen.
Die Konditionen zur Förderung bleiben bestehen. Demnach können private und körperschaftliche Waldbesitzer für waldschutzwirksam aufgearbeitetes befallenes oder geworfenes/gebrochenes fängisches Holz 3,50 Euro/fm erhalten.

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