Dezember 2008

20.12.2008

Revisionsprozess PEFC

PEFC startet Revision des deutschen Systems

Der Startschuss für die zweite Überarbeitung der deutschen PEFC-Standards und
-Verfahren ist gefallen. (PEFC = Programme for the Endorsement of Forest Certification schemes – Programm für die Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen).

Die nationalen Anforderungen müssen bis zum Jahr 2010 überarbeitet werden, um der Vorgabe des internationalen PEFC Councils in Genf nachzukommen. Die letzte Revision des Systems fand im Jahre 2005 statt. Die Revisionen werden im Abstand von 5 Jahren fällig und sollen neue wissenschaftliche Erkenntnisse und veränderte gesellschaftliche Ansprüche berücksichtigen.

Jeder, der an einer flächendeckenden nachhaltigen Waldwirtschaft interessiert ist und Verbesserungsvorschläge des PEFC-Systems hat, hat die Möglichkeit, seine Anregungen im Rahmen eines extra eingerichteten Internetforums unter www.pefc.de zu äußern.

Anfang 2009 sollen die Einträge des Internetforums an „Runden Tischen“ öffentlich erörtert werden. Die Teilnahme an den „Runden Tischen“ steht jedem offen. Interessenten können sich auf der Seite des Internetforums dafür anmelden.
Zur Strukturierung der „Runden Tische“ wurden vom Deutschen Forst -Zertifizierungsrat vier Themenkomplexe festgelegt:
  1. PEFC-Wald als Wirtschaftsgut
    (z.B. Fragen zur Baumartenwahl im Zeichen des Klimawandels, Fragen zu naturnahen Verjüngungsverfahren)
  2. PEFC-Wald als Arbeitsplatz und Erholungsraum
    (z.B. Zertifizierung von Forstunternehmern, Maschineneinsatz im PEFC-zertifizierten Wald)
  3. PEFC-Wald als Lebensraum
    (Erhaltung und angemessene Verbesserung der biologischen Vielfalt in Waldökosystemen)
  4. Zertifizierung über den Waldrand hinaus
    (Für und Wider einer Ausweitung der PEFC-Zertifizierung auf Energiewälder und Plantagen)
Ergebnis der „Runden Tische“ wird eine Stoffsammlung, die von den internen PEFC- Arbeitsgruppen „Standards“ und „Verfahren“ als Arbeitsgrundlage genutzt werden kann.

Erste Entwürfe der von den Arbeitsgruppen entworfenen neuen Systemdokumente sollen im Sommer nächsten Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Nach dem sich anschließenden Diskussionsprozess werden die neuen Standards und Verfahren durch den Deutschen Forst -Zertifizierungsrat spätestens im Januar 2010 beschlossen.

20.12.2008

Wasserrahmenrichtlinie in Bayern – 3. Anhörungsphase

Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Bayern - 3. Anhörungsphase beginnt

Die 3. Anhörungsphase zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in Bayern mit den Entwürfen der Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme auf der Ebene der Flussgebiete Donau, Rhein, Elbe und Weser findet in Bayern im Zeitraum vom 22.12.2008 bis 30.06.2009 statt. Das Anhörungsverfahren ist internetgestützt. Unter www.wrrl.bayern.de können die Programme und Karten für Bayern eingesehen und über das Onlineformular hierzu Stellung genommen werden.

Die WRRL hat das Ziel, dass bis 2015 alle Flüsse, Seen, Küstengewässer und Grundwasser in einem guten ökologischen Zustand sein sollen. Als Referenz gilt die natürliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren in den Gewässern, ihre unverfälschte Gestalt und Wasserführung und die natürliche Qualität des Oberflächen- und Grundwassers. Auch die Forstwirtschaft wird von der WRRL erheblich betroffen sein.

20.12.2008

Waldzustandsbericht für Bayern vorgestellt

Bayerns Wälder erholen sich langsam - Waldzustandsbericht: Größter Fortschritt bei der Buche

Forstminister Helmut Brunner stellte am 09.12.2008 den diesjährigen Waldzustandsbericht in München vor. Für den Waldzustandsbericht wurden bayernweit an fast 400 Inventurpunkten Baumkronen untersucht. Erfasst wurden dabei rund 9 000 Bäume. Zusätzlich lieferten die Waldklimastationen Daten zu Stoffbilanzen, Wasserhaushalt und Witterung. Es folgen einige Ergebnisse aus dem Bericht:

Die Wälder Bayerns erholen sich langsam nach dem extrem trockenen Sommer 2003. Der durchschnittliche Nadel- und Blattverlust ist im vergangenen Jahr um ein weiteres Prozent auf 20,7 Prozent zurückgegangen. Den größten Fortschritt macht dabei die Buche. Ihr durchschnittlicher Blattverlust hat sich um zwei Prozent auf 19,7 Prozent verbessert. Der Anteil deutlich geschädigter Buchen, die mehr als ein Viertel ihrer Blätter verloren haben, ging sogar um sechs Prozent auf 22,5 Prozent zurück.

Keine Entspannung gibt es bei der Eiche und der Tanne. Ihre durchschnittlichen Blatt- und Nadelverluste haben leicht zugenommen.

Auch der Waldzustand im Alpenraum ist wie in den Vorjahren schlechter als im Flachland.

Die Schäden durch Borkenkäferbefall waren im vergangenen Jahr regional unterschiedlich. Brennpunkte waren der Bayerische Wald und Oberfranken. Wegen des weiterhin hohen Ausgangsbestands von Borkenkäfern ist laut Brunner auch im kommenden Jahr in allen Landesteilen höchste Vorsicht geboten.

Marginale Veränderungen gibt es bei der Belastung durch Schadstoffe. Die Stickstoffbelastung ist nach wie vor zu hoch. Die Schwefeleinträge zeigen die bekannten niedrigen Werte.

Der Waldzustandsbericht 2008, einschließlich der Zahlen zu den ökonomischen und gesellschaftlichen Leistungen des Waldes, kann im Internet auf der Homepage der Bayerischen Forstverwaltung unter www.forst.bayern.de abgerufen werden.
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