März 2010

25.03.2010

Nachhaltige Waldbewirtschaftung in Bayern gesichert

PEFC-Zertifikat für Staatsminister Brunner

PEFC-Zertifikat für Staatsminister Brunner
Staatsminister Helmut Brunner erhält das neue PEFC-Zertifikat v.l.n.r.: Horst Gleißner, Frank v. Römer, Staatsminister Helmut Brunner, Hans Baur; Foto: StMELF

Am 25.03.2010 empfing Forstminister Helmut Brunner den Vorsitzenden von PEFC Deutschland, Herrn Frank v. Römer und den Geschäftsführer des Bayerischen Waldbesitzerverbandes, Herrn Hans Baur zu einem gemeinsamen Gespräch zur Zukunft der Waldzertifizierung nach dem PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) im Freistaat. Im Rahmen des Gesprächs wurde das neue PEFC-Zertifikat für die Region Bayern durch den Auditor der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) Herrn Horst Gleißner an Staatsminister Brunner übergeben.

Die Grundlage für die PEFC-Zertifizierung im Freistaat bildet der Regionale Waldbericht für Bayern. Alle fünf Jahre wird dieser durch die regionale Arbeitsgruppe „PEFC Bayern GbR" aktualisiert und an die neuesten Erkenntnisse der Forstwirtschaft angepasst.

Die Konformität des neuen Waldberichts mit den Anforderungen des PEFC wurde bei der abschließenden Überprüfung durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle festgestellt. Somit können die bayerischen Waldbesitzer auch weiterhin ihr Holz unter dem PEFC-Siegel vermarkten.

In Bayern sind aktuell mehr als 1,9 Millionen Hektar Wald nach dem PEFC zertifiziert. Dies entspricht rund ¾ der bayerischen Waldfläche. Deutschlandweit sind rund ⅔ der Waldfläche PEFC-zertifiziert. Das große Interesse der Forstbetriebe an der PEFC-Waldzertifizierung seit deren Begründung vor 10 Jahren dokumentiert den Erfolg des Systems. Jedes Jahr nehmen zahlreiche neue Waldbesitzer durch die Abgabe einer freiwilligen Selbstverpflichtungserklärung an der PEFC-Zertifizierung teil. 

25.03.2010

Vorstandsmitglied Frhr. v. u. z. Guttenberg zum Präsidenten der AGDW gewählt

Mit einstimmigem Votum wurde Philipp Freiherr von und zu Guttenberg am 17. März 2010 als Nachfolger von Michael Prinz zu Salm-Salm zum neuen Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW) gewählt.

„Die Ansprüche an den Wald werden in den kommenden Jahren weiter steigen, und die zu erwartenden standörtlichen Veränderungen zu weiteren Belastungen führen. Bei der Bewältigung dieser Aufgaben müssen die Waldbesitzer mit ihrer Erfahrung aus einer generationenübergreifenden Familienforstwirtschaft eine tragende Rolle spielen. Grundlage dafür bleibt auch weiterhin die unternehmerische Freiheit der Waldbesitzer, der Schutz des Eigentums und eine flächendeckende nachhaltige Forstwirtschaft." sagte zu Guttenberg im Anschluss an die Wahl.

Frhr. v. u. z. Guttenberg, 36 Jahre, lebt mit seiner Frau und den gemeinsamen drei Kindern am Chiemsee. Der studierte Forstwirt leitet zwei größere Forstbetriebe in Deutschland und in Österreich. Sechs Jahre lang vertrat er, u.a. als Obmann, den Interessenverband der steirischen Land & Forstbetriebe und war Funktionär der steirischen Landwirtschaftskammer. Seit zwei Jahren arbeitet er im Vorstand des Bayerischen Waldbesitzerverbandes mit. Frhr. v. u. z. Guttenberg ist Vizepräsident des Europäischen Waldbesitzerverbandes CEPF.

25.03.2010

Zukunft Holz GmbH gegründet

Die „Zukunft Holz GmbH" wurde als Nachfolgeorganisation des Holzabsatzfonds in Berlin gegründet. Die Präsidenten der beiden Gesellschafter, Georg Schirmbeck, MdB für den Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) und Ullrich Huth für den Deutschen Holzwirtschaftsrat (DHWR) unterzeichneten am 23. März 2010 den Gesellschaftervertrag. „Wir freuen uns sehr über die Gründung der Zukunft Holz GmbH. Die eigentliche Arbeit, der Aufbau einer funktionierenden Holzabsatzförderung, geht jetzt aber erst richtig los!", waren sich die beiden Gesellschafter einig.

04.03.2010

Sturm "Xynthia" verursacht kaum Schäden in Bayern

Nach ersten Umfragen hat der Sturm Xynthia vom 28.2.2010 in den Wäldern keine nennenswerten Schäden in den bayerischen Wäldern verursacht. Im Spessart sind geringe Schäden zu verzeichnen. Die Mengen sind aber vernachlässigbar und können in den bestehenden Verträgen mit vermarktet werden. Die Bayerischen Staatsforsten gehen im Staatswald von einem Anfall von unter 20.000 Fm aus.

Aus Baden-Württemberg werden nur marginale Sturmschäden in den Wäldern aus den nördlichen Landesteilen gemeldet.  Der Gesamtanfall wird auf weniger als 100.000 fm geschätzt. In der Regel handelt es sich um Einzel- und Nesterwürfe.

Aus den bundesweiten Schwerpunktgebieten des Sturms Rheinland-Pfalz (Schwerpunkt Eifel, Hunsrück, Westerwald), Nordrhein-Westfahlen, Hessen und Thüringen werden wenige großflächige Schäden gemeldet. Meist handelt es sich um Nester- und Einzelwürfe und -brüche. Erste Schätzungen gehen von einem Schadholzanfall in Rheinland-Pfalz von ca. 1,6 bis 1,7  Mio. Fm aus. Hessenforst rechnet mit ca. 1,2 Mio fm in den von ihnen betreuten Wäldern, der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen landesweit mit  ca. 400.000 Fm. Der Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt geht von einem Anfall von deutlich unter 100.000 Fm aus. Aus Thüringen wurde ein Sturmholzanfall von 100.000 Fm gemeldet. Diese Zahl kann aber vom Thüringer Waldbesitzerverband zurzeit nicht bestätigt werden, da aufgrund von Schnee und Eis weite Bereiche noch nicht erkundet werden konnten.

Bei den Mengen handelt es sich zum Großteil um Nadelholz. Die angefallenen Mengen können überwiegend im Rahmen bestehender Verträge vermarktet werden. Da der Holzmarkt voll aufnahmefähig ist und die Nachfrage zurzeit vielerorts nicht erfüllt wird, ist von keinen grundsätzlichen Auswirkungen auf den bayerischen Holzmarkt auszugehen.

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