Dezember 2010

14.12.2010

"Freiheit für den Rothirsch" - Forderungen der Jagdlobby sind Angriff auf Grundbesitz

Bayerns Waldbesitzer wehren sich vehement gegen die Forderungen nach einer Aufhebung der Rotwildgebiete in Bayern. „Diese Art von Wildtierromantik bringt unsere Wälder ernsthaft in Gefahr“, ärgert sich Sepp Spann, Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes.

Die Aktion des BJV „Freiheit für den Rothirsch“  geht völlig an den Grundeigentümern vorbei und stößt auf das Unverständnis der Bayerischen Waldbesitzer. In Deutschland ist das Jagdrecht an Grund und Boden gebunden. Mit seiner Aktion distanziert sich der BJV von den Jagdrechtinhabern und damit von den Waldbesitzern.

Rotwild verursacht durch Verbiss und Abschälen der Rinde massive Schäden an jungen und mittelalten Waldbeständen. Dichte Besiedelung und Erschließung haben den Lebensraum des Hirschs, der eigentlich ein Tier des Offenlandes ist, bereits stark eingeschränkt. Deshalb wurde im Jagdgesetz auch die Einrichtung von zwölf Rotwildgebieten über Bayern verteilt festgelegt. Verjüngungsflächen außerhalb dieser Bereiche werden dadurch nachhaltig geschützt. Eine flächige Verbreitung des Rotwildes ist nicht sinnvoll.

Bayerns Waldbesitzer lehnen das Rotwildmarketing von Jagdverband und Deutscher Wildtierstiftung auch aus einem anderen Grund ab. Mit großem finanziellen Aufwand und staatlicher Förderung bauen sie seit Jahren ihre Wälder um, damit sie optimal auf den beginnenden Klimawandel vorbereitet sind. „Sollte sich dieser Teil der Jagdlobby durchsetzen, würde  im wahrsten Sinne der Bock zum Gärtner gemacht“, resümiert Sepp Spann.

Der Hirsch steht keineswegs vor der Ausrottung im Freistaat. Experten zufolge werden jährlich über 10.000 Stück Rotwild erlegt, ohne den Bestand zu gefährden.

Auch die Revierjäger vor Ort dürften von dem Vorschlag wenig begeistert sein. Sie sind bereits durch die Regulierung der explodierenden Wildschweinbestände in höchstem Maße gefordert.

Eine Ausweitung der Rotwildgebiete ist mit den Grundeigentümern nicht zu machen.

07.12.2010

Schneebruchgefahr in Bayern - Wälder sollten nicht betreten werden

Die ergiebigen Schneefälle der letzten Tage haben in einigen Regionen Bayerns zu Schneebruchschäden in den Wäldern geführt. Betroffen sind vor allem Nord- und Ostbayern. Die Aufarbeitung der Schäden erfolgt zur Zeit. Aufgrund des Schnees kann es zu Verzögerungen bei der Aufarbeitung kommen.

Der Bayerische Waldbesitzerverband rät, die Wälder nicht zu betreten.

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