Februar 2011

28.02.2011

Neue Bayerische Waldkönigin gewählt

Anna Fauth (rechts) und Eva Ritter (links) werden für die kommenden zwei Jahre die Waldbesitzer und Forstwirtschaft als Bayerische Waldkönigin und Bayerische Waldprinzessin repräsentieren.

Bereits zum neunten Mal wurde während des Forstpolitischen Seminars der Hanns-Seidel-Stiftung, das vom 18. Februar bis 20. Februar 2010 in Wildbad Kreuth stattfand, die neue Waldkönigin gewählt. Anna Fauth und Eva Ritter treten die Nachfolge von Veronika Wernberger und Maria Stuffer an. Die offizielle Inthronisierung erfolgt im Frühjahr.

Die neue Bayerische Waldkönigin Anna Fauth stammt aus Aying, Landkreis München, die Bayerische Waldprinzessin Eva Ritter kommt aus Balzhausen, Landkreis Günzburg.

09.02.2011

Holznutzung ist aktiver Klimaschutz - Mit dem Start der Holzzuwachsuhr wird offiziell das Internationale Jahr der Wälder in Bayern eingeläutet

„Forstwirtschaft ist eine der wenigen Möglichkeiten, dem Klimawandel entgegenzuwirken“, dies stellte Sepp Spann, Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes, beim Start der Holzzuwachsuhr im Maximilianeum fest. Sepp Spann übergab zusammen mit Staatsminister Helmut Brunner am 10. Februar 2011 dem 1. Vizepräsidenten des Bayerischen Landtags Reinhold Bocklet die Holzzuwachsuhr und forderte die Abgeordneten des Bayerischen Landtags auf, die heimische Forstwirtschaft zu stärken und Rahmenbedingungen festzulegen, die es den 700.000 bayerischen Waldbesitzern auch künftig ermöglichen, ihre Wälder umfassend nachhaltig zu bewirtschaften. Die Forstwirtschaft sezt 200.000 Erwerbstätige in Lohn und Brot, denn jeweils 100 m³ Holz schaffen bzw. erhalten einen Arbeitsplatz im Cluster Forst und Holz.

Mit dem Ingangsetzen der Holzzuwachsuhr durch den 1. Vizepräsidenten Reinhold Bocklet erfolgte symbolisch der Startschuss zum Internationalen Jahr der Wälder in Bayern.

Die Holzzuwachsuhr macht deutlich: Jede Sekunde wächst in den Wäldern Bayerns 1 m³ Holz zu. Jeder Kubikmeter bindet rund eine Tonne CO2 als Kohlenstoff. Durch die Kohlenstoffspeicherung im Holz und im Boden leistet die nachhaltige Forstwirtschaft einen wichtigen Beitrag gegen den Klimawandel. Denn durch die Nutzung bleibt der im Holz gebundene Kohlenstoff weiterhin der Atmosphäre entzogen und der Wald kann durch weitere Holzzuwächse neues klimaschädliches CO2 als Kohlenstoff binden und gibt gleichzeitig Sauerstoff zum Atmen ab.

Rund ein Drittel der bayerischen Landesfläche ist bewaldet. Wald ist Lebensraum. Lebensraum zum Nützen, Schützen und Erholen. Dieser Lebensraum wurde über Generationen von Waldbesitzern und Förstern geschaffen, gepflegt und bewahrt. Nur so ist ein intaktes und vielfältiges Ökosystem entstanden, dass Einkommen und Arbeitsplätze schafft, unsere Luft reinhält, unser Trinkwasser sichert, Boden-, Wind-, Erosions- und Lawinenschutz bietet, unser Klima reguliert, viele Pflanzen und Tiere beheimatet und unser wichtigster Erholungsraum ist.

Jedes Jahr wachsen in Bayerns Wäldern 33 Millionen m³ Holz zu. 2009 haben die Waldbesitzer 16,1 Millionen m ³ nachhaltig genutzt. Heimisches Holz ist ein Baustoff der Zukunft mit hervorragenden technischen Eigenschaften, vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten und einer unschlagbaren Ökobilanz. Holz ist der Schlüssel zur Lösung der Klimaproblematik.

Viele Architekten und Bauherren setzen schon jetzt auf die Vorteile von Holz: Seit 1991 hat sich die Holzbauquote in Bayern von 7,5 % auf 15 % erhöht. 8 m³ Holz benötigt man für einen Dachstuhl: 8 m³ wachsen in den Wäldern Bayerns in 8 Sekunden! Ein Holzhaus braucht 40 m³ Holz: Es wächst in unseren Wäldern in nur 40 Sekunden!

Angesichts dieser Zahlen erteilte Spann den Forderungen des Bundesumweltministeriums, 5 bis 10 % der Waldflächen völlig aus der Nutzung zu nehmen, eine Absage.

Erste Bilanz nach einer halben Stunde: 1800 m³ Holzzuwachs, 1800 Tonnen CO2 gespeichert, 225 Dachstühle oder 45 Holzhäuser.

Die Uhr bleibt für drei Wochen in der Westhalle des Bayerischen Landtags stehen. Dann wandert sie durch Bayern und kehrt im Dezember ins Maximilianeum zurück, um die Leistungen der Forstwirtschaft zum Ende des Internationalen Jahres der Wälder zu bilanzieren.

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