April 2012

12.04.2012

Auch im Wald gelten Gesetze

Greenpeace tritt mit neuester Aktion die Eigentumsrechte aller Waldbesitzer mit Füßen

 

Mit einer Aktion im Spessart am vergangenen Dienstag wollte Greenpeace sich mal wieder als aufrechter Kämpfer für die Natur inszenieren. Rund 2000 Douglasien fielen diesem Kampf zum Opfer. Denn den selbsternannten „Waldrettern“ passt diese Baumart nicht. Seit rund 120 Jahren wird die Douglasie erfolgreich im Spessart angepflanzt. Die von Greenpeace heraufbeschworene Gefahr, dass dadurch vor allem die Buche verdrängt wird, ist nicht erkennbar. Ganz im Gegenteil: Im Staatswald des Spessarts stellen die Laubbäume drei Viertel der Baumarten, darunter vor allem Buche. Tendenz steigend. Im gesamten Staatswald macht die Douglasie gerade einmal 1% der Baumarten aus. Was also will Greenpeace schützen?

Vor allem die eigenen Interessen, davon ist der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbands, Josef Spann, überzeugt. Dabei schreckt die Hamburger Umweltgruppe auch vor solch illegalen Aktionen nicht zurück. Sie sehen es als gerechtfertigt und damit legitim an, Douglasienpflanzungen zu zerstören, allein weil sie nicht in den Spessarter-Urwaldplan von Greenpeace passen. Mit Feinheiten wie Sachbeschädigung, Eigentumsrechten oder geltenden Gesetzen hält sich Greenpeace dabei nicht auf. „Wovor macht solch eine Geisteshaltung Halt?“, fragt Josef Spann. Heute werden im Staatswald Douglasienpflanzungen zerstört. Geht es morgen anderen unliebsamen Baumarten auch im Privatwald an den Kragen?  Wer schützt die 700.000 bayerischen Waldbesitzer vor weiterer Öko-Willkür, die sich nicht an Recht und Gesetz hält?

Über die Bewirtschaftung des Waldes entscheidet der Waldbesitzer im Einklang mit den waldgesetzlichen Vorgaben. Das hat auch Greenpeace zu akzeptieren. „Die Bayerische Staatsforsten haben mit der kleinflächigen Pflanzung von Douglasien nicht gegen geltende Gesetze verstoßen, das wurde bereits unmissverständlich von der behördlichen Forstaufsicht bestätigt. Greenpeace dagegen verstößt ganz bewusst gegen Eigentumsrechte. Das ist nicht nur Sachbeschädigung, sondern Selbstjustiz. Wer mit solchen Methoden arbeitet, ist für mich kein Naturschützer, sondern ein Ökoterrorist.“

Greenpeace hat sich nach Meinung des Präsidenten des Bayerischen Waldbesitzerverbandes endgültig selbst disqualifiziert. Nicht nur fachlich, das ist schon seit längerem bekannt, sondern vor allem moralisch. Diese Vernichtungsaktion geschieht nämlich nicht – wie seitens Greenpeace immer behauptet - im Namen der Bürger, sondern im Namen hauptamtlicher Kampagnenprofis, die meinen, sich nicht an Recht und Gesetz halten zu müssen. In einem Rechtsstaat löst man Meinungsverschiedenheiten jedoch anders: Mit rechtsstaatlichen Mitteln. Warum also zeigt Greenpeace vermeintliche Gesetzesverstöße nicht bei den entsprechenden Behörden an oder beschreitet den Klageweg?

04.04.2012

Umzug der Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle des Bayerischen Waldbesitzerverbandes zieht um. Dadurch ist die Erreichbarkeit am 4. und 5. April eingeschränkt. Hierfür bitten wir um Verständnis.

Ab dem 10. April 2012 sind wir erreichbar unter:

Max-Joseph-Straße 7/Rgb., 80333 München

Postanschrift, Telefon und Fax bleiben wie gehabt bestehen.

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