März 2013

14.03.2013

Bock geschossen - Offener Brief an den Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, MdL

Sehr geehrter Herr Aiwanger,

die Waldbesitzer in Bayern, von denen viele auch Jäger sind, begrüßen das Vollzugsschreiben von Forstminister Helmut Brunner, wonach ein versehentlicher Abschuss eines Rehbocks nach dem 15. Oktober nicht mehr als Ordnungswidrigkeit zu ahnden ist.

Trotz erfreulicher Verbesserungen hat das Vegetationsgutachten ergeben, dass noch immer in 46 % aller Hegeringe der Wildverbiss hoch bzw. zu hoch ist. Betrachtet man den Zeitraum 2000 bis 2012 sind 18 % der Hegegemeinschaften immer „zu hoch“ oder „deutlich zu hoch“ eingewertet. Eine deutliche konsequente Bejagung ist deshalb weiterhin unerlässlich.

Wer Einblick in das bewaldete Drittel Bayerns hat, dem ist klar, dass der gewünschte und fortschreitende Waldumbau die Einzeljagd erschwert und vermehrt konzentrierte Jagdausübung in Form von Bewegungsjagden erfordert. Die getroffene Regelung des Ministers hilft insbesondere den Jägern. In wie weit Sie daraus ablesen, dass dies dem unvorsichtigen Schuss ohne genaues Ansprechen gleichkommt, ist nicht nachvollziehbar und zeigt ein Misstrauen gegenüber den doch sehr gut ausgebildeten Jägern.

Weshalb Sie in der neuen Regelung „auch aus Gründen des Tierschutzes ein Skandal“ sehen, sollten Sie näher erläutern. Ein Bock führt weder vor noch nach dem 15. Oktober ein Kitz. Die Geiß auf der Strecke, versehentlich vom Kitz weggeschossen, enthält aber stolz einen Bruch.

Minister Brunner hat sich im Wald und bei der Jagd verdient gemacht, indem er einen Weg des gemeinsamen Dialogs angestoßen und gefördert hat. Auch die von Ihnen angegriffene Entscheidung wurde mit den Betroffenen intensiv besprochen. Statt den Rücktritt des Ministers zu fordern, wäre es notwendig gewesen, sich umfassend zu informieren und seine Entscheidung mitzutragen. Damit hätten Sie dem Wald und auch der Jagd gedient.

Mit freundlichen Grüssen

Sepp Spann
Präsident

06.03.2013

Neue Waldkönigin und Waldprinzessin

Isabella Wimmer und Stefanie Wecker werden für die kommenden zwei Jahre die Waldbesitzer und Forstwirtschaft als Bayerische Waldkönigin und Bayerische Waldprinzessin repräsentieren.

Bereits zum zehnten Mal wurden während des Forstpolitischen Seminars der Hanns-Seidel-Stiftung, das vom 22. Februar bis 24. Februar in Wildbad Kreuth stattfand, die neue Waldkönigin und deren Stellvertreterin gewählt. Isabella Wimmer und Stefanie Wecker treten die Nachfolge von Anna Fauth und Eva Ritter an. Die offizielle Inthronisierung erfolgt im Frühjahr. 

Die neue Bayerische Waldkönigin Isabella Wimmer (21 Jahre) stammt aus Rottenburg a.d. Laaber, Landkreis Landshut, die 24-jährige Bayerische Waldprinzessin Stefanie Wecker, kommt aus Merching, Landkreis Aichach-Friedberg.

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