August 2014

27.08.2014

Laubholzsäger sorgen sich um ihre Rohstoffversorgung

Mitte August fand ein Gespräch zwischen den Vertretern der Laubholzverarbeiter und Vertretern der verschiedenen Waldbesitzarten in Kassel statt. Schwerpunkt des konstruktiven und offenen Dialogs war die Analyse der Absatzmärkte der Säger sowie deren Rundholzversorgungssituation.

Steffen Rathke und Klaus Jänich als Sprecher der jeweiligen Branchen betonten, dass die Bewältigung der zukünftigen Aufgaben nur durch ein transparentes und vertrauensvolles Miteinander gelingen kann.

Die Absatzmärkte der Buchenverarbeiter werden seit Jahren zunehmend von den Konkurrenten aus Rumänien geprägt, deren Bedingungen entlang der Bereitstellungs- und Verarbeitungskette nicht mit denen in Deutschland vergleichbar sind.

Neben dieser schwierigen Wettbewerbssituation der Säger waren Vertreter beider Seiten besorgt über die Auswirkungen der Flächenstilllegungen und Nutzungseinschränkungen auf die Rohstoffbereitstellung. Während die Folgen der unterschiedlichen Nullnutzungsstrategien in den Bundesländern relativ gut messbar sein sollten, sind die Einschränkungen über FFH-Verschlechterungsverbote sowie Auflagen durch Schutzgebietsverordnungen noch nicht absehbar. Vermutlich müssen sich die Käufer in den betroffenen Regionen mindestens auf größere Einkaufsradien und damit höhere Transportkosten einstellen.

Die aktuelle Marktentwicklung der beiden Hauptbaumarten Eiche und Buche sehen beide Seiten positiv. Die Mengennachfrage liegt für die kommende Saison mindestens auf dem Vorjahresniveau, was einen Preisanstieg zur Folge haben sollte. Die vom flächigen Absterben bedrohte Esche trifft auf einen weiterhin aufnahmefähigen Markt. Die Submissionen sollten mit guten und sehr guten Qualitäten auf dem Mengenniveau des Vorjahres bestückt werden. Bergahorn, Erle und Kirsche sind weiterhin wenig gefragt.

Plattform Forst & Holz

25.08.2014

Herbstzeit ist Holzzeit

Mit den ersten kühleren Tagen und Nächten besteht wieder der Bedarf übergangsweise zu heizen. Hierfür ist Brennholz der optimale Energieträger, da es eine wohlige Wärme produziert, die Flamme ein wunderschönes Bild abgibt, Holz als Energieträger CO2-Neutral ist und wenn es aus der Region kommt durch kurze Wege auch weitere Umweltvorteile bietet.

Holz als Brennstoff aus heimischer Herkunft gewährt die Sicherheit, dass es aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Hier wird maximal so viel Holz genutzt wie nachwächst. Durch die Verbrennung von Holz als Energieträger wird dementsprechend auch nur so viel CO2 freigesetzt wie im Laufe des Wachstums im Holz durch Photosynthese gebunden wurde.

Im Gegensatz zu anderen Energieträgern ist das Verbrennen von Holz sehr effizient. Bei Heizen mit Strom beispielsweise kommt nur circa ein Drittel der aufgewandten Energie als Wärme in den Haushalten an. Holz aus heimischen Wäldern bietet den großen Vorteil, dass hier keinerlei Umweltrisiken, wie beispielsweise beim Fracking oder bei der Ölgewinnung in Krisengebieten oder umweltsensiblen Gebieten wie dem Golf von Mexico entstehen.

Holz belastet auch die uns nachfolgenden Generationen nicht. Während wir weltweit derzeit jährlich die Biomasse, welche in ca. 500.000 Jahren gebildet wurde verheizen, nehmen wir mit der Verwendung von Holz keinen Kredit bei nachfolgenden Generationen auf.

Mit gut abgelagerten Holz (in der Regel nach zwei Jahren luftig gelagert) oder mit Holzpellet-Feuerungen haben wir die Möglichkeit Holz sehr schadstoffarm zu verbrennen. Mit den neuen Techniken zur Holzfeuerung lässt sich auch die bisherige Schwachstelle bei der Verwendung von Holz - nämlich die Feinstaubbelastung -deutlich reduzieren.

All diejenigen, die derzeit eine Investition in einen Ofen oder in eine Pelletheizung erwägen, sind herzlich aufgefordert die moderne Technik zu verwenden, um so mit der Verwendung von Holz als Energieträger einen weiteren Beitrag für unsere Umwelt zu leisten.

07.08.2014

PEFC-Konsultation zu neuen Standards

Am 4. August 2014 hat die PEFC-Konsultation zu den neuen Standards gestartet. Bis zum 03.10.2014 haben Sie die Möglichkeit, die ersten Entwürfe, welche von den PEFC-Arbeitsgruppen „Standards“ und „Verfahren“ erarbeitet wurden, zu kommentieren und Änderungsvorschläge zu unterbreiten. Nutzen Sie das PEFC-Internet-Forum unter https://pefc.de/pefc-standards-fuer-deutschland.html und helfen Sie, das PEFC-System zu verbessern. Denn Zertifizierung lebt vom Mitmachen!

Alle fünf Jahre steht gemäß der internationalen Statuten die Revision der nationalen PEFC-Systeme an. Bei der Überarbeitung werden Punkte wie die Integration neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, die Berücksichtigung der Erfahrungen von teilnehmenden Waldbesitzern, Auditoren und Standardsetzern bei der Umsetzung des aktuellen Standards, wichtig werden. Am Ende des Prozesses sollen Standards stehen, die im Konsens erarbeitet wurden und die keine Fragen bezüglich ihrer Interpretation offen lassen. Die ersten Entwürfe wurden bereits auf einem Seminar („Würzburg+15“) am 03.07.2014 der Öffentlichkeit vorgestellt und mit den Teilnehmern diskutiert. Die Dokumentation des Seminars finden Sie ebenfalls im Internet-Forum. Der Deutsche Forstzertifizierungsrat wird, unter Berücksichtigung der Ergebnisse dieser Konsultation, Ende des Jahres die neuen Standards und Verfahren beschließen.

04.08.2014

Neue Richtlinien für die waldbauliche Förderung

Zum 1. August 2014 sind die neuen Richtlinien für die waldbauliche Förderung in Kraft getreten. Zahlreiche Neuerungen sollen den Aufbau zukunftsfähige und klimanagepasster Wälder fördern. Die Richtlinien finden Sie im mitgliederinternen Bereich. Informationen zur forstlichen Förderung erhalten Sie bei der Bayerischen Forstverwaltung unter www.forst.bayern.de.

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