September 2014

30.09.2014

Bundeswaldgesetz muss unverändert bleiben

Der Bayerische Waldbesitzerverband stellt mit Erstaunen fest, dass die Agrarministerkonferenz und verschiedene Verbände und Organisationen eine Änderung des Bundeswaldgesetzes fordern. Dabei soll versucht werden einem anhängigen Verfahren beim Bundeskartellamt, wegen der Holzvermarktung in Baden Württemberg zu begegnen.

Aus Sicht des Bayerischen Waldbesitzerverbandes ist eine Entscheidung des Bundeskartellamtes mit Augenmaß zur Regelung der Holzvermarktung in Baden Württemberg erforderlich. Eine Änderung des Bundeswaldgesetzes ist hierbei nicht dienlich. Vielmehr gilt es zum Beispiel, dem in Bayern nach dem Kartellverfahren mit der Forstreform 2003 eingeschlagenen Weg zu beleuchten. Dies bietet die Möglichkeit, die Verwertbarkeit des Bayerischen Weges für andere Länder zu prüfen.

Maßgeblich aus Bayerischer Sicht ist es, dass durch das anhängige Kartellverfahren nicht Besonderheiten einzelner Länder zerstört werden, sondern ein Rahmen gesteckt wird, der eine wettbewerbskonforme Bewirtschaftung der Wälder und Vermarktung des Holzes unter den jeweils gegebenen landesspezifischen Besonderheiten zulässt.

In Bayern haben die Kommunen weiterhin die Möglichkeit staatliche Beförsterung in Anspruch zu nehmen. Diese erfolgt aber auf Vollkostenbasis und damit wettbewerbsneutral.

Daneben haben die privaten Waldbesitzer mit über 250 Forstfachleuten in den forstlichen Zusammenschlüssen sehr kompetente Organisationen, die insbesondere für ihre Arbeit im Klein- und Kleinstprivatwald staatliche Unterstützung erhalten. Auf diesem Wege ist sowohl für den Kommunal- als auch für den Privatwald eine wettbewerbskonforme und forstfachlich hochqualifizierte Bewirtschaftung und Holzvermarktung sichergestellt.

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