September 2015

07.09.2015

Mit Verantwortung für die Gesellschaft

Waldbesitzerpräsident Sepp Spann betonte anlässlich des Waldbeganges mit Staatsminister Helmut Brunner im Landkreis Regen, die Bedeutung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung in Bayern. Der Erhalt zukunftsfähige Wälder, die alle Funktionen heute und künftig erfüllen können, sind der Garant für das Cluster Forst und Holz – eines der erfolgreichsten Wirtschaftszweige in Bayern. Nicht die Flächenstilllegung oder die Baumplantage sind der richtige Weg, führte Spann weiter aus und plädierte dafür, den Waldbesitzerfamilien und Förstern mehr zu vertrauen, denn sie haben bewiesen, dass sie es richtig machen. Bestätigt wird dies auch durch die Ergebnisse der Bundeswaldinventur – einer fachlich unabhängigen Vollerhebung des Waldzustandes: Die bayerischen Wälder sind die vorratsreichsten Wälder in Europa und gleichzeitig werden sie immer artenreicher und vielfältiger. Waldbesitzer integrieren bei der Bewirtschaftung wichtige Aspekte der Biodiversität wie Altbäume und Totholz. „Schützen durch Nützen ist der bayerischer Weg“, so Spann, „denn Forstwirtschaft ist Waldpflege“.

Nur intakte und zukunftsfähige Wälder können auch künftig den Schutz unseres Trinkwassers, die Speicherung des klimaschädlichen Gases CO2, einen ansprechenden Erholungsraum und den nachhaltigen Rohstoff und Energieträger Holz für die gesamte Gesellschaft bieten. In diesem Zusammenhang forderte Spann auch ein konsequentes Monitoring des Borkenkäfers und die Bekämpfung in den Übergangszonen des Nationalparks. Auch in den Erweiterungsgebieten darf dies nicht eingestellt werden, denn die Waldbesitzer im Umfeld des Nationalparks haben jedes Jahr mit einem erhöhten Borkenkäferanfall zu kämpfen und dies nicht nur in einem warmen und trocken Jahr wie wir es gerade erleben, so Spann.

Bei dem gemeinsamen Waldbegang im Landkreis Regen zeigten Waldbesitzerfamilien und die Bayerischen Staatsforsten auf, dass eine nachhaltige Waldbewirtschaftung zukunftsfähige und vielfältige Wälder schafft, die Boden, Luft und Wasser schützen, Arbeitsplatz bieten, Einkommen sichern und Artenvielfalt garantieren. Nur so dienen unsere Wälder der gesamten Gesellschaft. Auch die Bayerische Waldkönigin, Anna Maria Oswald, stellte gemeinsam mit ihrem Vater Staatsminister Helmut Brunner die Familienwälder vor. Naturschutz wird auch bei der Familie Oswald durch unterschiedliche nachhaltige Nutzung auf ganzer Fläche realisiert. Dies wurde im Wald der Waldkönigin am Beispiel eines Erlenbruches gezeigt. Die Familie Oswald setzt bei der Bewirtschaftung auf eine natürliche Verjüngung der Waldbestände und will diese zusätzlich mit Laubholz ergänzen. Damit sich auch die Tanne entwickeln kann, ist eine konsequente Jagd wichtig. Dies kann nur durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Jägern und Waldbesitzern funktionieren.

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