April 2016

14.04.2016

Neues Gesicht für die bayerischen Waldbesitzer

Zum neuen Präsidenten des Bayerischen Waldbesitzerverbandes wurde Josef Ziegler aus Nittenau im Landkreis Schwandorf gewählt. Er folgt Sepp Spann nach, der aus Altersgründen nicht mehr für das Amt zur Verfügung stand. Nach der Wahl bedankte sich Ziegler bei seinem Vorgänger für seine erfolgreiche Arbeit. Sepp Spann hat über Jahrzehnte die Forstwirtschaft in Bayern mitgeprägt und die letzten acht Jahre als Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes die Forstwirtschaft und den Waldbesitz in Bayern gestärkt sowie wichtige wegweisende Entscheidungen bei der Politik für eine multifunktionale, nachhaltige Waldbewirtschaftung auf den Weg gebracht. „Wir sind die Lösung für viele Herausforderungen der Zukunft“, so Josef Ziegler nach seiner Wahl. Er sagte zu, den eingeschlagenen Weg von Spann fortzusetzen, denn, so Ziegler weiter, „eine nachhaltige, multifunktionale Forstwirtschaft und ein verantwortungsbewusster Umgang mit dem Eigentum zeichnen die Wälder und die Waldbewirtschaftung in Bayern aus. Bayerns Waldbesitzer leisten dabei viel für die Gesellschaft. Täglich beweisen sie, dass ein gelebter Generationenvertrag, Familienforstwirtschaft und Nachhaltigkeit keine leeren Worthülsen sind.“ Josef Ziegler ist Vorsitzender der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberpfalz und der WBV Cham-Roding w.V. sowie Vorsitzender des Vereins für forstliche Standortserkundung in Bayern.

Der Ausschuss des Bayerischen Waldbesitzerverbandes wählte am 14. April 2016 in seiner konstituierenden Sitzung turnusgemäß das neue Präsidium. Zum neuen Präsidenten wurde Josef Ziegler, Nittenau (Lkr. Schwandorf) gewählt. Ebenfalls neu gewählt wurde Götz Freiherr von Rotenhan aus Bamberg zum 1. Vizepräsidenten. Der  2. Vizepräsident – traditionell ein Vertreter des Kommunalwaldes - Bgm. Josef Mend, Stadt Iphofen (Lkr. Kitzingen), Vizepräsident des Bayerischen Gemeindetages, wurde in seinem Amt bestätigt. Alle drei Vertreter wurden in geheimer Wahl einstimmig gewählt.

Als weitere Präsidiumsmitglieder wurden Reinhardt Neft, Vorstand Bayerische Staatsforsten AöR, Regensburg, und Philipp Frhr. von und zu Guttenberg, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW – Die Waldeigentümer), bestätigt. Johann Killer, Vorsitzender der Waldbesitzervereinigung Wolfratshausen, aus Altkirchen bei Sauerlach wurde neu in das Präsidium gewählt.

12.04.2016

Gefahr für Bayerns Wälder - Borkenkäfer schwärmen aus

Bayerns Fichtenwäldern droht Gefahr. Denn das warme Frühlingswetter wird schon in den nächsten Tagen den ersten großen Schwärmflug der Borkenkäfer auslösen. Das hat Forstminister Helmut Brunner am Freitag in München mitgeteilt. Laut Brunner ist heuer je nach Witterung sogar eine besonders starke Vermehrung der Waldschädlinge zu befürchten, weil weitaus mehr Käfer als sonst im Boden und unter der Rinde befallener Fichten überwintert haben. Grund dafür waren die idealen Lebensbedingungen im letzten Jahr – der trockenwarme Sommer und das nach dem Sturm Niklas reichlich vorhandene Brutmaterial hatten dafür gesorgt, dass die Käfer erstmals seit Jahren wieder drei vollständige Generationszyklen durchlaufen konnten. Entsprechend hoch ist schon jetzt die Zahl der Borkenkäfer in den bayerischen Wäldern.

Der Minister ruft deshalb die Waldbesitzer im Freistaat auf, ihre Fichtenwälder in den nächsten Wochen gründlich auf Befall zu kontrollieren. Die Symptome sind laut Brunner gut erkennbar: Bei länger befallenen Bäumen färben sich die Kronen braun und die Rinde blättert ab. Frischer Befall ist am braunen Bohrmehl zu erkennen, das sich auf Rindenschuppen, am Stammfuß, in Spinnweben oder auf der Bodenvegetation sammelt. Befallene Stämme sollten dem Minister zufolge rasch aufgearbeitet und dann entrindet oder mindestens 500 Meter aus dem Wald transportiert werden. Brunner rät zudem, die Baumkronen zu häckseln, denn die Käfer nutzen schon Äste ab drei Zentimetern Durchmesser als Brutstätte. Diese sogenannte „saubere Waldwirtschaft“ ist nach Auskunft des Ministers die einzig wirksame und bewährte Methode, um eine Massenvermehrung zu verhindern, die auch größere Waldflächen zum Absterben bringen kann.

Detailinfos zum Borkenkäfer und einen aktuellen Überblick über die Gefährdungslage gibt es unter www.borkenkaefer.org. Beratung und Unterstützung bei der Bekämpfung bieten die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und die forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse.

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