Oktober 2017

27.10.2017

Waldbauliche Förderung wieder vollumfänglich möglich

Mit der Entscheidung des Kabinetts zum Nachtragshaushalt steht den Waldbesitzern ab sofort wieder die ganze Palette des waldbaulichen Förderprogramms offen. Aufgrund fehlender Haushaltsmittel war in den letzten Monaten die waldbauliche Förderung stark eingeschränkt. Zuschüsse für die Pflege von Jungbeständen und von Naturverjüngung waren zeitweise ausgesetzt.

Informationen zum waldbaulichen Förderprogramm erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Beratungsförster der Bayerischen Forstverwaltung oder Ihrem AELF. Die Förderrichtlinie finden Sie unter http://www.stmelf.bayern.de/wald/waldbesitzer_portal/048719/index.php .

Der Bayerische Waldbesitzerverband hat sich seit dem Orkan Niklas im Frühjahr 2015 für eine bessere Mittelausstattung bei der waldbaulichen Förderung eingesetzt. Mit der Entscheidung zum Nachtragshaushalt war dieser kontinuierliche Einsatz sehr erfolgreich.

16.10.2017

Nach dem Sturm ist vor dem Sturm

Nach dem Sturmtief „Niklas“ im Frühjahr 2015 hat sich in dem trockenen und heißen Sommer und Herbst desselben Jahres der Borkenkäfer massiv vermehrt. Diese Entwicklung wurde von vielen als Konsequenz auf Fichtenmonokulturen und falsche Forstwirtschaft gebrandmarkt. Nun hat Sturmtief „Xavier“ in Norddeutschland viele Menschenleben durch umstürzende Laubbäume gefordert. Abzuwarten bleibt, wie die „Experten“ diese Entwicklung bewerten.

Für die Sprecher der durch den Gewittersturm „Kolle“ am 18. August diesen Jahres betroffenen Waldbesitzer steht fest, dass die Soforthilfe der Bayerischen Staatsregierung eine wichtige und deutliche Unterstützung für die Aufräumarbeiten ist. Abzuwarten bleibt, ob es in den norddeutschen Ländern eine vergleichbare Maßnahme gibt.

Wesentlich ist aus Sicht des Vorsitzenden der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Niederbayern, Georg Huber, dass für weitere, in Zukunft sicher auftretende Sturmschäden und deren Folgen ein Katastrophen-Fond auf Landes- oder Bundesebene eingerichtet wird. Daneben fordert Georg Huber eine starke Unterstützung der Waldbesitzer für den Waldumbau. „Wir müssen unsere Wälder mit dem heutigen Wissen für Wetterverhältnisse in 100 Jahren fit machen. Da hilft keine Ideologie gegen Fichte oder für Laubholz. Da hilft nur der Anbau standortgerechter Baumarten mit einer guten Durchmischung.“, so Huber.

Der Vorsitzende der WBV Passau, Max Nigl, fordert darüber hinaus Hilfen für diejenigen Waldbesitzer, die bei den Stürmen ihre Existenzgrundlage verloren haben. Für diese bedeutet der Klimawandel die Vernichtung ihrer Existenz. Die Waldbesitzer müssen sich natürlich selbst helfen. Daneben muss aber die Gesellschaft den kostenintensiven Aufbau und die Pflege neuer Bestände dort, wo sie durch die Auswirkungen des Klimawandels komplett zerstört wurden, vollständig tragen. Erst wenn wieder Erträge aus dem Wald erzielt werden können, können auch Umbau- und Wegemaßnahmen finanziert werden.

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