Oktober 2018

24.10.2018

Neuwahl des Landtags: Forstpolitische Forderungen - Wald ist Lebensraum. Lebensraum zum Nützen, Schützen und Erholen.

Bayern ist das Waldland Nr. 1. Es ist zu rund einem Drittel der Landesfläche bewaldet. Der Lebensraum Wald wurde seit Generationen von Waldbesitzern, ihren Familien und von Förstern mit Blick auf die kommenden Generationen und zum Wohl der Gesellschaft geschaffen, gepflegt und bewahrt.
Unsere Wälder erfüllen durch die eigenverantwortliche und nachhaltige Bewirtschaftung zahlreiche Funktionen. Sie liefern den wichtigen nachwachsenden Ökorohstoff und Energieträger Holz, reinigen unsere Luft, sorgen für sauberes Trinkwasser, schützen uns vor Naturgefahren wie Lawinen, Muren oder Hochwasser, sind Arbeitsplatz und sorgen für Einkommen. Gleichzeitig sind unsere Wälder einer der beliebtesten Erholungsräume. Sie sorgen nachweislich für unsere Gesundheit und für das Wohlergehen aller.

Wälder sind aber mehr. Durch die nachhaltige Waldbewirtschaftung nach dem Grundsatz „Schützen durch Nutzen“ sind sie die Basis für einen der erfolgreichsten Wirtschaftszweige in Bayern und Deutschland: dem Cluster Forst, Holz, Papier.

Sie sind ein unverzichtbarer Baustein beim Erreichen der weltweiten, europäischen, deutschen und bayerischen Klimaziele. Die besondere Bedeutung unserer nachhaltigen Forstwirtschaft, die Nutzung unseres Rohstoffes Holz und die gleichzeitige Substitution energieintensiver Materialien wird sowohl im Pariser Klimaschutzabkommen als auch im Bericht des IPPC hervorgehoben.

Durch verantwortungsbewusstes Handeln haben die bayerischen Waldbesitzer - die 700.000 Pri-vatwaldbesitzer, die Kommunen, Kirchen und der Freistaat Bayern - einen anerkannt vorbildlichen Lebensraum geschaffen - einen Lebensraum zum Nutzen, Schützen und Erholen.

Derzeit stehen die Waldbesitzer vor bisher nicht bekannten Herausforderungen. Helfen Sie, dass für die bayerischen Waldbesitzer und Förster auch in Zukunft Rahmenbedingungen bestehen, die eine nachhaltige und multifunktionale Bewirtschaftung auf der gesamten Fläche zum Wohl der Gesellschaft und kommender Generationen und für ein lebenswertes Bayerns ermöglichen. Gerade unter den sich verändernden Klimabedingungen, die das langlebige Ökosystem Wald besonders treffen, brauchen die Waldbesitzer dringend die notwendige Unterstützung, um auf Schädlinge und Kalamitäten zu reagieren und klimastabile Wälder für die Zukunft aufbauen zu können.

Denn von unserer aktiven Forstwirtschaft profitieren alle.

Helfen Sie mit, dass Bayern das Waldland Nr. 1 bleibt:

  • Die Bayerischen Waldbesitzer stehen vor dem Hintergrund des Klimawandels vor erheblichen Herausforderungen und benötigen beim Aufbau klimatoleranter Wälder und der Abwehr von Kalamitäten die Unterstützung durch die Politik und den Freistaat Bayern. Die derzeitigen klimabe-dingten Kalamitäten in Bayern, Deutschland und ganz Europa belasten die Waldbesitzer in einem neuen Ausmaß. Unsere Wälder werden sich in den nächsten Jahren in einer rasanten und nicht prognostizierten Weise verändern. Die Waldbesitzer brauchen dringend finanzielle Unterstützung und steuerliche Erleichterungen. Phytosanitäre Maßnahmen gegen bei uns bisher unbekannte in-vasive Schädlinge sind umgehend einzuleiten.
  • Die verantwortungsvolle Bewirtschaftung des Eigentums muss anerkannt werden. Die Schwelle der Sozialpflichtigkeit des Eigentums darf nicht weiter ausgehüllt werden.
  • Die aktive Forstwirtschaft nach dem Grundsatz „Schützen durch Nutzen“ hat Wälder von ho-hem naturschutzfachlichen Wert geschaffen. Ein dritter Nationalpark oder ein weiteres Bio-sphärengebiet sind abzulehnen.
  • Der Bayerische Weg mit dem Grundsatz der Freiwilligkeit vor Ordnungsrecht muss fortgesetzt und weiter ausgebaut werden.
  • Für den notwendigen Waldumbau ist eine angepasste, waldorientierte Jagd unverzichtbar. Hierfür müssen die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen und nachweisbar vor Ort umgesetzt werden. Dabei sind nicht nur die Jäger und Grundeigentümer gefordert, sondern auch Politik und Verwaltung.
  • Nur mit nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und der Verwendung unseres Holzes können die vereinbarten Klimaziele erreicht werden. Durch eine angewandte Forschung müssen neue Verwendungsmöglichkeiten von Holz geschaffen werden, um künftig energieintensive und endliche Rohstoffe zu ersetzen.
  • Holz ist unser wichtigster nachwachsender Rohstoff. Holz und der Holzbau können dazu beitragen, bestehende Probleme beim Wohnungsbau zu lösen. Der Holzbau in Bayern ist zu fördern und auszubauen. Hemmnisse in der Bauordnung müssen aufgehoben werden.
    Unser Holz ist ein wichtiger, klimaneutraler Energieträger und unverzichtbar bei der Energiewende. Die energetische Holzverwendung darf nicht auf politischem Weg behindert werden.
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