September 2019

27.09.2019

Krise des Waldes in Öffentlichkeit und Politik angekommen

Bayerische Waldbesitzer fordern schnelle und unbürokratische Umsetzung der Ergebnisse des Nationalen Waldgipfels

„In dem Eckpunkte-Papier zum nationalen Waldgipfel finden wir viele seit langem erhobene Forderungen bestätigt. Entscheidend wird nun eine schnelle und insbesondere unbürokratische Umsetzung in den Ländern sein. Die Hilfe muss bei den betroffenen Waldbesitzern und im Wald ankommen“, so Präsident Josef Ziegler, Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes.

 Unter großer Verbände-Beteiligung hat am 25. September 2019 in Berlin der nationale Waldgipfel unter Leitung von Bundesministerin Julia Klöckner stattgefunden. Zu diesem Waldgipfel legte die Ministerin ein 13-Punkte-Programm vor. Darin finden sich viele konkrete und praxisbezogene Maßnahmen, um die bestehende Katastrophe im Wald und die Krise auf dem Holzmarkt in den Griff zu bekommen.

 Nach Ansicht des Bayerischen Waldbesitzerverbandes wird es entscheidend sein, die für die nächsten vier Jahre zugesagten Bundesmittel von rund 550 Millionen € zum Erhalt des Waldes wirkungsvoll einzusetzen. Die Waldbesitzer machen darauf aufmerksam, dass diese Mittel nur ein Anfang sein können, um die Verhältnisse im Wald wieder zu stabilisieren. Die Waldbesitzer sollten selbst wieder in die Lage versetzt werden, die Mittel zu erwirtschaften, die sie brauchen, um ihre Wälder klimastabil umzubauen. Dazu ist ein verlässlicherer Holzmarkt unabdingbar.

 Aufgrund der angenommenen 100 Millionen Festmeter Schadholz in Deutschland gehen die Waldbesitzer davon aus, dass den Waldeigentümern alleine durch den Preissturz rund 3 Milliarden Euro Schaden entstanden sind. Dieses Geld fehlt jetzt beim Waldumbau. Insofern wird, wenn sich der Wind auf dem Holzmarkt nicht dreht, die Krise unvermindert weitergehen. Deshalb ist das Gebot der Stunde eine Rohstoffoffensive für den wertvollen Rohstoff Holz zu starten und dieses sinnvoll zu nutzen. Das ist zudem angewandter Klimaschutz, da das genutzte Holz den Kohlenstoff langfristig in Holzprodukten speichert und fossile Rohstoffe ersetzt. 

08.09.2019

Neue Bayerische Waldkönigin und Waldprinzessin - Feierliche Inthronisierung auf Schloss Pörnbach

Der Ausschuss des Bayerischen Waldbesitzerverbandes e. V. hatte im Sommer 2019 eine neue Bayerische Waldkönigin und Waldprinzessin gewählt. Im Rahmen einer feierlichen Amtsübergabe wurden am 08.09.2019 die ausscheidenden Hoheiten, Waldkönigin Johanna Gierl und Waldprinzessin Maria Sinning offiziell verabschiedet. Der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes Josef Ziegler dankte den beiden für ihr großes Engagement in den vergangenen zwei Jahren und stellte dabei auch die Bedeutung dieser besonderen Form der Öffentlichkeitsarbeit für den Wald und die Waldbesitzer heraus.

Zepter und Kronen wurden an die Amtsnachfolgerinnen weitergegeben; Frau Kerstin Seitz aus Roth in Mittelfranken als neue Bayerische Waldkönigin und Frau Elisabeth Hegelberger aus Buch am Erlbach in Niederbayern als neue Bayerische Waldprinzessin. Präsident Ziegler ging im Rahmen seiner Ansprache auf die aktuell schwierige Lage in den Wäldern ein. „Neben kurzfristiger finanzieller Unterstützung brauchen die Waldbesitzer in Zeiten des Klimawandels auch langfristige Perspektiven. Wenn zukünftig diejenigen, die CO2 emittieren, dafür etwas bezahlen müssen, ist es nur logisch, dass die Waldbesitzer, deren Wälder CO2 binden, hierfür eine Vergütung erhalten“, so Ziegler. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber betrachtete in ihrem Statement neben der Notwendigkeit, die Waldbesitzer jetzt nach Kräften zu unterstützen, auch die emotionalen Auswirkungen der Waldschäden. Diese bedeuten häufig eine Zerstörung von Lebenswerken. Sie sehe, wie sehr dies Waldbesitzer und Förster belaste.

In ihren Antrittsreden bewiesen die neuen Hoheiten, dass sie den Wald und seine Besitzer gekonnt charmant, aber auch fachlich versiert vertreten werden. Beide betonten die Notwendigkeit eines erfolgreichen Waldumbaus. Unsere Wälder erbringen neben einer einmaligen Klimaschutzfunktion zahlreiche weitere Aufgaben für die Gesellschaft; der Waldumbau sei daher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Zahlreiche Vertreter der Forstbranche, aus Politik und Gesellschaft gratulierten den neuen Hoheiten und wünschten für die bevorstehende Amtszeit alles Gute.

Waldhoheiten 2019-2021
v.l.n.r: Elisabeth Hegelberger (Bayerische Waldprinzessin 2019-2021), Kerstin Seitz (Bayerische Waldkönigin 2019-2021)
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