Pressebereich

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Ansprechpartner

Hans Ludwig Körner
Geschäftsführer
Tel.: 089 – 583 06 68-15
Email: koerner@bayer-waldbesitzerverband.de

Pressemeldungen

Waldbesitzer trauern um ihren Ehrenpräsidenten Josef Spann

Der Bayerische Waldbesitzerverband trauert um seinen Ehrenpräsidenten Josef Spann. Josef Spann hat den Verband über zwei Jahrzehnte entscheidend geprägt. Seit 1998 war er Mitglied des Präsidiums und von 2008 bis 2016 Präsident.


Als Mitglied des Präsidiums war er von 1998 bis 2019 Vorsitzender des Schulvereins der Bayerischen Waldbauernschule und von 2001 bis 2014 Vorsitzender des Vereins für Forstliche Standortserkundung in Bayern. Eine gute Ausbildung der Waldbesitzer war ihm immer wichtig. Unter seinem Vorsitz hat sich die Bayerische Waldbauernschule zu einer bundesweit einmaligen Bildungsstätte für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer entwickelt.


Josef Spann hat sich wie kaum ein anderer für die Land- und Forstwirtschaft in Bayern eingesetzt und in dieser Zeit die bayerische und deutsche Forstpolitik entscheidend mitgestaltet. Diesem Engagement widmete er einen großen Teil seines Lebens. Während dieser Zeit wusste er seinen Hof bei seiner Familie in guten Händen. Sein eigener Wald blieb ihm immer eine Herzensangelegenheit.


Über 30 Jahre war Spann Vorstandsmitglied der WBV Rosenheim-Bad Aibling, 25 Jahre davon führte er sie als Erster Vorsitzender. Noch bevor der Waldumbau in aller Munde war, hat er sich für gesunde und reich strukturierte Mischbestände stark gemacht. Sein Credo war es, dass standortgemäße Baumarten ohne Schutzmaßnahmen in ausreichender Zahl hochkommen müssen. Untrennbar ist er mit dem „Rosenheimer Modell“ und einem guten Miteinander zwischen Waldbesitz und Jagdpächtern verbunden.
Darüber hinaus engagierte er sich in seinem Regierungsbezirk 25 Jahre als stellvertretender Vorsitzender in der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberbayern. Auch im Genossenschaftsverband Bayern war er aktiv und leitete bis 2014 als Vorstandsvorsitzender die Viehvermarktungsgenossenschaft Oberbayern-Schwaben.
Josef Spann hat sich immer für das Eigentum und die eigenständige Bewirtschaftung der Wälder nach dem Grundsatz „Schützen durch Nutzen“ eingesetzt. Seine Aussagen, wie „im Wald gibt es keinen Abfall“ oder „ein Furnierbaum kann neben einem Biotopbaum stehen“ wurden von Fachleuten und Politik gerne übernommen. Er hat sich dafür eingesetzt, dass den Waldbesitzern mehr Vertrauen entgegengebracht wird. In seiner Amtszeit fanden die beiden Großen Bayerischen Waldtage in Weißenburg und Gaibach statt und er hat 2013 den zweiten Waldpakt zwischen Waldbesitzern und der Bayerischen Staatsregierung ausgehandelt und unterzeichnet.
Sepp Spann folgte stets seinem Motto: „Morgen besser sein als heute“. Dem Bayerischen Waldbesitzerverband hat er einen weiteren Grundsatz mit auf den Weg gegeben: „Spalten geht schnell, für den Zusammenhalt muss man jedoch hart arbeiten.“ Nach seiner Überzeugung können sich die Waldeigentümer nur dann das notwendige Gehör verschaffen, wenn Sie mit einer Stimme sprechen.


Für sein langjähriges Engagement hat Josef Spann den Verdienstorden am Bande der Bundesrepublik Deutschland, den Bayerischen Löwen, die Bayerische Verfassungsmedaille in Silber sowie die Staatsmedaille in Gold erhalten.


Sepp Spann war ein großartiger Mensch und ein hervorragender Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes. In großer Dankbarkeit werden wir unseren Ehrenpräsidenten im würdigen Gedenken halten. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Anna-Maria und seiner Familie.

Neue Förderrichtlinie für die Privat- und Körperschaftswälder

Forstministerin Michaela Kaniber stellt neue Förderrichtlinie für die Privat- und Körperschaftswälder vor.
Maßnahmen zur Anpassung der Wälder an die Klimaerwärmung werden deutlich besser gefördert

Die bayerischen Waldbesitzer begrüßen die Neufassung der waldbaulichen Förderrichtlinie zum 1. März 2020. Mit den wesentlich verbesserten Förderinstrumenten stärkt die Staatsregierung den Schutz des Waldes und unterstützt die Waldbesitzer beim Aufbau klimatoleranter Mischwälder. Rechtzeitig vor Beginn der Pflanzsaison erhalten private und kommunale Waldbesitzer nun Planungssicherheit und –perspektive für die notwendigen Pflanz- und Pflegemaßnahmen.

„Dass dies in diesem Umfang möglich wurde, geht auch auf den massiven Einsatz der Waldbesitzer vor Ort und in den Regionen zurück. Trotz steigender Waldschäden und sinkender Erzeugerpreise haben die Betroffenen nicht nachgelassen, auf die Bedeutung des Waldes und seine segensreichen Funktionen und Wirkungen in Zeiten der Klimaerwärmung hinzuweisen. Walderhalt und Waldumbau sind das Gebot der Stunde. Mit den verbesserten Fördermöglichkeiten werden die gesellschaftlichen Anforderungen an den Wald und die Ziele der Waldbesitzer sehr gut zusammengeführt.“, so Präsident Josef Ziegler.

Der Wald und die Waldbesitzer sind die ersten sichtbaren Geschädigten des Klimawandels. Die bayerische Forstpolitik setzt mit der aktuellen Förderrichtlinie im bundesweiten Vergleich Maßstäbe. Der deutliche Aufwuchs der Fördermittel zeigt, dass der Freistaat beim Kampf gegen den Klimawandel die Wald-Holz-Option als Teil der Lösung nutzen will.

Fast die Hälfte des Waldes in Bayern ist kleinteiliges Eigentum von 700.000 Bürgern. Mit der verbesserten Förderung der kleinen Strukturen werden auch die Bewirtschafter dieser Flächen in die Lage versetzt, ihre Wälder umzubauen und zukunftsfähig zu machen. Die erhöhten Fördersätze für diese Gruppe sind vorausschauend, weil die Gefahr besteht, dass kleine Waldbesitzer wegen der zunehmenden Schäden resignieren.

Wir begrüßen auch ausdrücklich die verbesserten Förderungen der insektizidfreien Waldschutzmaßnahmen, denn der schnelle Abtransport des mit Schadinsekten infizierten Holzes schützt am wirkungsvollsten vor großflächigen Schäden. „Das schützt uns erheblich vor Massenvermehrungen des Borkenkäfers“, so Ziegler.

Weitere neue Fördertatbestände werden nach Ansicht des Waldbesitzerverbandes den Waldumbau weiter voranbringen. Geförderte Anbauversuche werden mehr Erkenntnisse über wärmetolerantere Baumarten bringen. Und künftig kann auch die Anlage und Pflege insektenfreundlicher arten- und strukturreicher Waldränder gefördert werden. Damit wird ein vom Waldbesitzerverband angestrebtes Ziel aus dem Runden Tisch Artenschutz umgesetzt.